Arusha Nationalpark (German)

Arusha Nationalpark (German)

Den Besuch des im Nordosten gelegenen Arusha Nationalparks kann man als idealen
sanften Start oder Abschluss eines Safari-Urlaubs in Tansania nutzen. Wenige Besucher, die
reizvolle grüne Landschaft, eine vielfältige Tierwelt, der atemberaubende Ausblick auf den
Kilimanjaro und die Nähe zum Flughafen zeichnen diesen Nationalpark besonders aus. Auf
Grund der Größe bieten sich besonders eintägige Safaris an.
Geschichte Der Nationalpark wurde 1960 als Ngurdoto Crater National Park gegründet, der Mount
Meru wurde 1967 Teil des Parks. Auf dem heutigen Parkgebiet lebten früher die Massai.
In den 60er Jahren war der Arusha Nationalpark Spielstätte des Hollywood-Klassikers
„Hatari“ mit John Wayne und Hardy Krüger in den Hauptrollen. Der Drehort kann noch
heute besichtigt werden.
Lage Der Arusha Nationalpark liegt im Nordosten nahe an der kenianischen Grenze. Der Park ist
60 km nordwestlich vom Kilimanjaro Airport und knapp 30 km von Arushas Stadtzentrum
entfernt. Mit 137 km² ist der Arusha Nationalpark einer der kleinsten Nationalparks in
Tansania und ideal für eine eintägige Safari. Der Park befindet sich zwischen 1.500 m und
4.566 m Seehöhe, was eine äußerst vielfältige Landschaft mit sich bringt.
Tierwelt Im Arusha Nationalpark kann man ein großes Spektrum an Tierarten hautnah beobachten.
Giraffen, Steppenzebras, Zwergantilopen und Warzenschweine fühlen sich hier besonders
wohl. In diesem Nationalpark werden Sie zwar nie auf Löwen und selten auf Elefanten
treffen, mit etwas Glück kann man jedoch einen Leoparden und Tüpfelhyänen beobachten.
Die im Nordosten gelegenen Momella Seen liegen in offener Landschaft und sind Heimat
von Flusspferden und vielen Vogelarten. Über 450 Vogelarten wurden bis jetzt
aufgezeichnet. Darunter finden sich auch Pelikane und Flamingos. Je nach Jahreszeit
sammeln sich zeitweise zehntausende Flamingos an den Seen, ein atemberaubendes pinkes
Spektakel. In der Nähe der Seen kann man zudem Wasserböcke, Riedböcke, Buschböcke
und Büffel beobachten.
Im Osten liegt am Rande des Ngurdoto Kraters ein dichter hoher Wald und die Heimat von
fünf Affenarten. Hier tummeln sich unter anderem die schwarz-weißen Colobus-Affen und
die Diademmeerkatzen.

Landschaft Der Arusha Nationalpark hat mit 137 km² zwar eine relativ geringe Größe, doch befindet
sich hier zwischen 1.500 m und 4.566 m über Meereshöhe eine äußerst
abwechslungsreiche Landschaft mit Steppen, Dschungel und Hochgebirge.
Im Westen liegt auf 4.562 m der erloschene Vulkan Mount Meru. Der zweithöchste Berg
Tansanias und zugleich fünfthöchste Berg des afrikanischen Kontinents nimmt den größten
Teil des Parks ein. In seiner Nähe finden sich der Kleine Mount Meru (mit 3.801 m) und der
Aschenkegel (Ash cone). Die Berghänge sind von tropischem Regenwald und Nebelwald
bewachsen. Beim Ngurdoto-Krater ist die Umgebung feucht und teils sumpfig. Das Gebiet
der Momella-Seen liegt zwischen dem Mount Meru und dem Ngurdoto-Krater und besteht
aus Sümpfen, Grasflächen und Bergwald. Die kleine Seregenti ist eine Lichtung, auf der sich
immer Tiere beobachten lassen. Alle Landschaftsformen kann man in einer eintägigen
Safari mühelos durchqueren.
Möglichkeiten Im Arusha Nationalpark kann man nicht nur Pirschfahrten und Vogel-Safaris unternehmen,
sondern auch Kanu-Safaris, was eine willkommene Abwechslung zu den herkömmlichen
Safaris darstellt. Zudem ist der Arusha Nationalpark einer der wenigen in Tansania, der
geführte Walking Safaris anbietet. Dabei hat man die Möglichkeit nah an die Tiere
heranzukommen und fantastische Fotoaufnahmen zu machen.
Von leichten Tageswanderungen bis hin zur Besteigung des Mount Meru ist für sportlich
Begeisterte alles möglich. Ein Aufstieg auf den zweithöchsten Berg Tansanias dauert 4 Tage
und gilt als optimale Vorbereitung auf den Kilimanjaro. Der Mount Meru ist nicht so
überlaufen und bietet ein herrliches Panorama auf den Kilimanjaro. Im Vergleich zu einer
Besteigung des Kilimajaros ist die Landschaft beim Mount Meru reizvoller, es ist körperlich
anspruchsvoller und die Höhenkrankheit spielt eine geringere Rol






Lake Eyasi Kultur Der Lake Eyasi lockt mit einer atemberaubenden Landschaft und der Möglichkeit, das
Leben der Buschmänner hautnah zu erleben. Trotzdem finden nicht viele Touristen zum
See, was einen Besuch nur noch mehr zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
Geschichte Entdeckt wurde der Lake Eyasi 1882 vom österreichischen Afrikaforscher Oskar Baumann.
Die noch heute dort lebende Volksgruppe der Hadzabe (übersetzt „Menschen“) gilt als die
letzte echte Gruppe von Sammlern und Jägern Tansanias. Dieser noch ursprüngliche
Stamm lebt im völligen Einklang mit der Natur, so wie vor tausenden von Jahren. Nahrung
besteht aus Wild, welches mit Pfeil und Bogen erlegt wird, sowie aus Früchten und Knollen.
Schätzungsweise gibt es heute nur noch wenige Hundert Menschen dieser Volksgruppe.
Das Buschvolk lässt Touristen auch an ihrem Leben teilhaben. Man kann zum Beispiel
durch das Dorf geführt werden, einen Tag mit dem Volk verbringen oder das
Bogenschießen üben.
Lage Der Lake Eyasi liegt im Ostafrikanischen Graben im Norden Tansanias. Westlich ist das
Ngorongoro-Kraterhochland und südlich der Serengeti Nationalpark. Karatu liegt 50 km
westlich.
Tierwelt Den Lake Eyasi besucht man zwar weniger zur Tierbeobachtung, trotzdem tummeln sich
dort viele verschiedene Arten. Die hier lebenden Tierarten sind Leoparden, Affen sowie
unzählige Vögel in allen Farben und Formen, wie zum Beispiel Flamingos.


Landschaft Der Lake Eyasi hat als beeindruckende Kulisse die Hügel des Great Rift Valley. Der leicht
alkalische See ist beinahe rechteckig und ca. 50 km lang. Sein Ufer ist dicht mit Palmen und
anderen Bäumen bewachsen. Beinahe das gesamte Ufergebiet wird von einer relativ steilen
Küste gesäumt. Gespeist wird der Salzsee von den Flüssen Sibiti und Baray, er hat keinen
einzigen Abfluss. Der Wasserstand unterliegt großen Schwankungen. Tiefer als einen Meter
ist der Lake Eyasi jedoch selten. In langen Trockenperioden kann er sogar komplett
verschwinden, so dass man ihn zu Fuß durchqueren kann. Möglichkeiten Bei einem Besuch des Lake Eyasi kann man bei Halb- oder Ganztageswanderungen die
atemberaubende Landschaft bewundern. Zudem hat man bei einer kulturellen Safari die
einzigartige Möglichkeit, das ursprüngliche Leben der Buschmänner mit zu erleben. Mit
Erlaubnis der Eingeborenen können Besucher einen Einblick in ihr alltägliches Leben
erhalten und die Stammesmitglieder sogar einen Tag lang begleiten. Ein eindrucksvolles
und einprägendes Abenteuer für jeden Menschen aus der so genannten Zivilisation.

Beste Reisezeit Den Lake Eyasi sollte man in den Trockenmonaten von Juli bis Februar besuchen. Ab
Dezember bis Mitte Februar kann es sehr heiß sein. Der See wird idealer Weise nach dem
Lake Manyara auf dem Weg in die Serengeti oder auf der Rückfahrt nach Arusha besucht.




Gombe Stream
Nationalpark Im Gombe Stream Nationalpark hat man die einzigartige Möglichkeit Schimpansen ins Auge
zu sehen. Dank der Pionierarbeit von Jane Goodall erlangten der kleinste Nationalpark
Tansanias und die dort lebenden Schimpansen große Berühmtheit. Im „Schimpansenland“
liegt auch der tiefste Süßwassersee Afrikas, der Tanganyikasee.
Geschichte Der Primatenforscherin Dr. Jane Goodall ist die Bekanntheit des Gombe Nationalparks und
der dort lebenden Schimpansen zu verdanken. Jane Goodall begann 1960 in Gombe eine
Verhaltensstudie der Schimpansen, welche Weltberühmtheit erlangte. Sie erforschte das
Verhalten der Primaten, beobachtete den Schimpansenkrieg vom Gombe und erreichte
einen nachhaltigen Schutz der Affen. Auf Grund der großen Population der Menschenaffen,
welche an die Präsenz von Menschen gewöhnt sind, wird das Gebiet auch „Schimpansenland“ genannt. 1968 wurde die Region aufgrund der Bemühungen von Jane
Goodall zum Nationalpark erklärt.
Lage Der Gombe Stream Nationalpark liegt im Westen Tansanias, direkt am nördlichen Ufer des
Tanganjikasees. Der Park liegt 16 km nördlich von Kigoma, nicht weit von der Grenze zu
Burundi entfernt. Mit einer Fläche von etwa 52 km² ist er der kleinste Nationalpark
Tansanias. Der Park ist nur per Boot von Kigoma aus erreichbar.
Tierwelt Der kleinste Nationalpark Tansanias beheimatet eine Vielzahl an Tieren. Es wurden
insgesamt 87 Säugetier-, 40 Reptilien- und um die 20 Amphibienarten dokumentiert. Am
bekanntesten sind die rund 150 hier lebenden Schimpansen. Da sie an die Gegenwart von
Menschen gewöhnt sind, kann man die Menschenaffen gefahrlos aus nächster Nähe in
freier Wildbahn beobachten. Zu den weiteren bekannten hier lebenden Primaten gehören
Anubispaviane, Rotschwanzmeerkatzen, Colobus-Affen sowie die Uganda-Stummelaffen.
In den tiefer gelegenen Waldgebieten sichtet man manchmal Buschböcke oder
Waldschweine. Zu den über 300 Vogelarten des Parks gehören zum Beispiel der bekannte
Fischadler sowie der Rote Tropfenastril, der Palmgeier oder der Trompeterhornvogel. Eine
weitere bunte Attraktion sind die über 250 verschiedenen Schmetterlingsarten. Auch die
Unterwasserwelt des Tanganyikasees ist reich an Lebewesen. Mit über 300 Fischarten ist
der Süßwassersee nach der Weltnaturschutzunion der artenreichste Ort der Welt.


Landschaft Der Gombe Stream Nationalpark wird von einem dünnen Streifen alten Bergwaldes
gebildet, der von tiefen Tälern durchzogen wird. Das Landschaftsbild ist durch steile
Berghänge und Flusstäler geprägt. Dichte Vegetation mit tropischem Regenwald wechselt
sich mit lichtem Miombowald ab. In höheren Lagen findet man feuchte Grassavannen vor.
Der Park liegt am Lake Tanganyika. Dies ist Afrikas tiefster und längster Süßwassersee und
der zweitgrößte See Afrikas.
Möglichkeiten Ein absolutes Muss im Gombe Nationalpark ist ein Schimpansentrekking zu Fuß. Dabei
können die Menschenaffen aus nächster Nähe beobachtet werden. Planen Sie mindestens
zwei Tage für Schimpansenpirschgänge ein, man weiß schließlich nie genau wo sich die
Affen gerade aufhalten. In diesem Zusammenhang interessant ist auch ein Besuch der alten
Forschungsstation von Jane Goodall. Am Tanganyikasee kann man am Strand entspannen. Krokodile und Nilpferde halten sich nur an bestimmten Uferregionen außerhalb des
Nationalparks auf. Ein besonderer Höhepunkt ist es außerdem bei der Fertigung der
Holzsegelboote, der Dhows, zuzusehen. Auch ein Besuch der berühmten Stadt Ujiji, in
welcher Henry Stanley und der verloren geglaubte Entdecker Livingstone einander trafen,
ist möglich.

Beste Reisezeit Bis auf die Regenmonate April, Mai und November kann der Park immer besucht werden.
Die beste Reisezeit in den Gombe Stream Nationalpark ist in der Trockenzeit von Juli bis
Oktober und ab Ende Dezember bis Januar. Während der Regenzeit (Februar bis Juni und
November bis Mitte Dezember) sind die Schimpansen weniger unterwegs und nicht so
leicht aufzuspüren.




Ngorongoro Krater Der Ngorongoro Nationalpark ist ein Muss bei einer Safari im Norden von Tansania. Das
Naturschutzgebiet wird als das achte Weltwunder bezeichnet und gilt als „Wiege der
Menschheit“. Der größte, nicht überflutete Kraterkessel der Welt bietet atemberaubende
Einblicke. Die weiten Landschaften, das Tierreichtum, die Kulturen und archäologischen
Schätzen machen den Besuch zu einem einmaligen Erlebnis.
Geschichte Ngorongoro ist ein Einbruchkrater, welcher entstand als ein Vulkanberg in sich
zusammenbrach. Er ist der größte, nicht mit Wasser befüllte Krater der Erde.
Der Krater und das umliegende Savannenhochland wurden früher von den Massai
besiedelt und für Viehweidewirtschaft genutzt. Der Krater selber hatte für die Massai
außerdem eine hohe spirituelle Bedeutung. Vor dem ersten Weltkrieg betrieben zwei
deutsche Brüder Viehzucht, Landwirtschaft und Treibjagd in diesem Gebiet, weshalb die
meisten Massai umgesiedelt wurden.
Seit 1951 ist der Krater Teil des Nationalparks Serengeti. 1959 wurde außerhalb des
Kraters das Schutzgebiet Ngorongoro Conservation Area gegründet, wo den Massai
Ansiedlung und Weidewirtschaft erlaubt ist. Dieses Schutzgebiet wurde im Zusammenhang
mit einer ökologischen Studie des deutschen Zoologen Bernhard Grzimek gegründet. Mit
1975 wurde die landwirtschaftliche Nutzung im Krater komplett verboten. 1979 wurde der Krater mit seiner einzigartigen Landschaft und reichhaltigen Tierwelt auf die
Weltnaturerbe-Liste der UNESCO gesetzt. 1981 wurde er als Biosphärenreservat
ausgezeichnet und 2010 zudem zum Weltkulturerbe erhoben. Damit ist der Krater einer
von 28 Doppel-Welterbestätten der UNESCO.
Seit der deutsche Geologe Hans Reck 1913 etwa eine Stunde vom Krater entfernt direkt am
Ostafrikanischen Grabenbruch in der Olduvai-Schlucht die ersten Funde eines 20.000 Jahre
alten Skeletts eines Homo Sapiens gemacht hat, ist das heutige Naturschutzgebiet auch als
„Wiege der Menschheit“ bekannt.
Namhaft wurde der Ngorongoro Anfang der 1960er auch durch die Studien der Zoologen
Michael und Bernhard Grzimek und dem mit Oskar ausgezeichneten Dokumentarfilm
„Sergenti darf nicht sterben“. Bernhard Grizimek gilt als Schützer der Serengeti und
bezeichnete den Krater als das achte Weltwunder. Vater und Sohn wurden am Rande des
Kraters beerdigt.
Lage Die Ngorongoro Conservation Area liegt im Norden Tansanias, nahe dem Lake Manyara
Nationalpark. Nordwestlich grenzt der Krater an die Serengeti und nördlich an den Ol
Doinyo Lengai, dem heiligen Gottes-Berg der Massai. Arusha liegt ca. drei Auto-Stunden
westlich entfernt.
Das Naturschutzgebiet umfasst eine riesige Fläche von 8.292 km², wobei der Krater 26.400
Hektar einnimmt. Der Kraterboden liegt auf ca. 1.700 Meter Seehöhe und die Seitenwände
sind zwischen 400 und 600 Meter hoch. Der Durchmesser beträgt zwischen 17 und 21
Kilometer. Im Kraterhochland befinden sich die Berge Makerut (3.130 m) und Oldeani
(3.188 m).
Tierwelt Das Land mit dem stets vorhandenen Grundwasser ernährt eine Vielzahl an Tieren, was
einen Besuch des Ngorongoro zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Im Krater leben
ganzjährig 25.000 bis 30.000 Tiere, mit etwas Glück sieht man hier alle Vertreter der „Big
Five“ (Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard). Die große Tierwanderung (Great
Migration) führt von November bis Mai durch das Gebiet des Ngorongoro-Kraters.
Der Nationalpark hat die größte Raubtierdichte Afrikas. Hier finden Löwen, Leoparden,
Geparden und Fleckenhyänen reiche Beute. Die Zahl der Zebras, Büffel, Gazellen, Antilopen
und Gnus ist besonders groß. Die Moore und Wälder sind unter anderem Heimat von
Flusspferden, Elefanten, Spitzmaulnashörner und Pavianen. Auch Vogelliebhaber kommen
hier auf ihre Kosten, besonders während der Regenmonate kann man eurasische Zugvögel
beobachten.
Landschaft Die Ngorongoro Conservation Area umfasst diverse atemberaubende Landschaften. Dank
der unterschiedlichen Höhen im ganzen Areal kann man in einem Besuch verschiedene
Klimazonen durchstreifen. Vom offenen Grasland und dichten Gebirgswald über
Buschlandschaften und Heidelanschaften findet sich hier alles. Den Großteil der Fläche
nimmt der Krater ein. Die Kraterränder sind mit Busch- und Heideland, Langgrassavannen
und immergrünen Bergwäldern bewachsen. Der Kraterboden ist von Kurzgrassavannen
und Akazienwäldern bewachsen. Im Zentrum des Kraters liegt der weiß schimmernde Lake
Magadi. Sein alkalisches Wasser und seine Zuflüsse bieten unterschiedlichen Tieren einen
Lebensraum und locken während der Regenzeit zahlreiche Wasservögel an.
Möglichkeiten Im ganzen Naturschutzgebiet können Jeep-Safaris und Pirschfahrten unternommen
werden. Vogelbeobachtungen und Crater Highland Trekking sind weitere Möglichkeiten im
Krater. Zudem werden außerhalb des Kraters Fußsafaris angeboten.
Neben der vielfältigen Tierwelt und der atemberaubenden Landschaft bietet es sich an die
Kultur der Massai hautnah zu erleben. Die als „Wiege der Menschheit“ geltende Schlucht
Oldupai Gorge und ein dazugehöriges Museum können besichtigt werden. Am Rande des
Kraters steht das Grab und Denkmal der Forscher Grzimek.
Ein Besuch des Ngorongoro findet typischerweise auf dem Weg in die Serengeti oder von
der Serengeti zurück nach Arusha statt.



Beste Reisezeit Ngorongoro ist prinzipiell ganzjährig besuchbar. Die beste Zeit für Besuche vom Krater ist
in der Trockenzeit von Juni bis Oktober und von Dezember bis März. Dabei ist zu beachten,
dass es in der Trockenzeit im Nationalpark zu einer starken Staubentwicklung kommt.
Während der Regenzeiten zwischen Ende März bis Anfang Mai und von November bis
Dezember sind die Wege möglicherweise nur eingeschränkt benutzbar.

Lake Manyara
Nationalpark Der Lake Manyara Nationalpark im Norden Tansanias wurde durch seine Baumlöwen
berühmt und liegt am westlichen Ufer des Manyara Sees. Der leicht alkalische See, dessen
Größe je nach Jahreszeit variiert, nimmt zwei Drittel des Nationalparks ein. Das
Naturschutzgebiet bietet sich als optimaler Zwischenstopp zwischen Serengeti und
Ngorongoro-Krater an und lockt die Besucher mit einer abwechslungsreichen Vegetation
und vielseitigen Tierwelt.
Geschichte Das Gebiet war zunächst ein kontrolliertes Wildtiergebiet, ab 1957 wurde es ein
Wildtierreservat. Seit 1960 sind das nordwestliche Ufergebiet sowie Teile der
Wasserfläche des Lake Manyara ein Nationalpark. 1981 wurde er von der UNESCO zum
Biosphärenreservat ernannt, also zu einer Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in
ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht exemplarisch verwirklicht werden soll.
Auch Hollywood besuchte den Nationalpark bereits. Eine Filmszene aus dem Klassiker
„Jenseits von Afrika“ wurde hier gedreht. Robert Redford und Meryl Streep flogen am Lake
Manyara mit dem Flugzeug durch einen Flamingoschwarm.
Lage Der Lake Manyara Nationalpark liegt im Norden Tansanias, ca. 120 km westlich der Stadt
Arusha. Der kleine Massaiort Mto wa Mbu liegt in unmittelbarer Umgebung. Der Park ist
330 km² groß, etwa 220 km² davon werden vom See bedeckt. Das Gebiet liegt auf einer
Höhe 960 bis 1.828 m über dem Meeresspiegel. Tierwelt Der Lake Manyara Nationalpark beheimatet viele typisch afrikanische Tiere. Besonders
bekannt ist der Park für seinen Vogelreichtum und die Baumlöwen. Letztere sind selten
geworden. Lange Zeit galt der Park als einziger, in dem das für Löwen atypische Verhalten
beobachtet werden konnte. Tagsüber kann man die Löwen gelegentlich noch auf den
Akazienbäumen liegend sehen. Die Löwen sind zwar rar geworden, dafür kann man jedoch
umso besser Elefanten beobachten. Der Nationalpark bietet die größte bekannte
Elefantendichte. Auch andere Dickhäuter wie Spitzmaulnashörner, Büffel und Flusspferde
leben hier. Zudem begegnet man auf Safari Giraffen, Leoparden, verschiedene
Antilopenarten, Paviane und Meerkatzen.
Die Vogelwelt umfasst insgesamt über 400 Arten, darunter mindestens 44 Arten tagaktiver
Greifvögel. Zu den zahlreichen Wasservögeln zählen zum Beispiel Rosapelikane,
Nimmersattstörche und Kormorane. Zwergflamingos können zu Tausenden vorkommen
und den See pink färben.
Auch Reptilien sind zahlreich vertreten, an den Flüssen sieht man zum Beispiel oft den
Nilwaran und auch einige Kobra-Arten kommen vor.

Landschaft Der Lake Manyara liegt im Osten des Nationalparks. Im Westen wird er durch hohe Klippen
des Großen Afrikanischen Grabenbruchs begrenzt. Im Süden des Parks liegen die heißen
Quellen Maji Moto.
Im Nationalpark gibt es vielfältige Landschaftsformen. Der Grundwasserwald wird
ganzjährig vom unterirdisch liegenden Wasser genährt. Entsprechend reichhaltig ist die
Vegetation in diesem Bereich des Parks. Hier wachsen Maulbeerfeigen-Bäume,
Mahagonibäume, Euphorbiengewächse und Fieberakazien.
Entlang des westlichen Ufers des sodahaltigen Lake Manyara wächst alkalines Grasland.
Auch Sümpfe finden sich am Seeufer.
Im Süden liegt die trockene Baum- und Strauchsavanne mit Schirmakazien, Baobab- und
Leberwurstbäumen. Möglichkeiten Im Lake Manyara Nationalpark kann man Tierbeobachtungen, Kulturausflüge und
Kanufahrten machen. Zudem sind die angebotenen Fahrradtouren oder Waldwanderungen
an den Hängen außerhalb des Parks eine schöne Abwechslung.
Der Nationalpark bietet sich als Zwischenstopp zwischen der Serengeti und dem
Ngorongoro-Krater an. Aber auch als kleine Safari, für Bergsteiger oder bei Reisen mit
Kindern ist der Besuch des Nationalparks optimal.

Beste Reisezeit Der Lake Manyara Nationalpark kann prinzipiell das ganze Jahr über besucht werden. Von
Juli bis Dezember sind erfahrungsgemäß mehr Tiere zu sehen, für Vogelbeobachtungen
sind die Monate November bis Juni ideal.

Lake Natron
Nationalpark Der Lake Natron liegt abgelegen und ist noch vollkommen untouristisch. Er ist nicht nur
einer der bekanntesten Sodaseen, sondern auch Heimat zahlreicher Zwergflamingos. Ein
Besuch der bizarren Landschaft ist absolut bemerkenswert und bringt einem das
authentischen Tansania näher.
Geschichte Die Massai leben schon seit Jahrhunderten in der Gegend um den Lake Natron. Erst vor
kurzem wurde das Gebiet samt dem Ol Doinyo Lengai zu einem Naturreservat erklärt.
In den letzten Jahren wurden rund 120.000 Jahre alte fossile Fußspuren des modernen
Menschen analysiert. Diese Spuren wurden am damaligen Rand des Sees in frische
Vulkanasche eingeprägt. Auf 150 Quadratmeter wurden insgesamt 350 Abdrücke, von
mehr als 30 Männern, Frauen und Kindern, nachgewiesen.
Der britische Naturfotograf Nick Brandt fand am Natronsee gut konservierte Tierkadaver
von Vögeln und Fledermäuse. Die Verwesung der Kadaver wurde durch den hohen Anteil
an Natriumcarbonat und anderen Salzen im Wasser verhindert.
Der Dokumentarfilm „Das Geheimnis der Flamingos“ wurde an diesem See gedreht.
Lage Der Lake Natron liegt am östlichen Arm des Ostafrikanischen Graben, etwa 120 km
südwestlich von Nairobi. Der See befindet sich gemeinsam mit dem Magadisee im Magadi-
Natron-Becken zwischen dem Victoriasee und dem Kilimanjaro. Der See wird durch den
südlichen Uaso Nyiro und mineralreiche heiße Quellen gespeist und hat keinen einzigen
Abfluss. Die Fläche des Natronsees schwankt von über 1.000 km² am Ende der Regenzeit
und wenigen Quadratkilometern gegen Ende der Trockenzeit. Die drei Vulkane Shombole,
Gelai und Ol Doinyo Lengai befinden sich in der Umgebung. Tierwelt Der Lake Natron beheimatet 100.000 Wasservögel. Am stärksten vertreten sind die
Zwergflamingos. Bis zu 2,5 Millionen der rosa Vögel befinden sich in der Hochsaison am
Natronsee und bieten ein atemberaubendes Spektakel. Die Zwergflamingos können hier
ohne Gefahr nisten, brüten und sich von den Salinenkrebsen und Algen im See ernähren. Im
See leben zudem alle vier Buntbarscharten aus der Gattung Alcolapia.

Landschaft Saisonal ist der See wegen einzelliger Algen rosa gefärbt, was sogar aus dem Weltall
sichtbar ist. Die Algen sind mit Purpurbakterien versetzt und verfärben nicht nur den See,
sondern sind auch Nahrungsgrundlage für die Zwergflamingos. Das Wasser des Natronsees
ist salzhaltig und alkalisch. Sein pH-Wert schwankt zwischen 9 und 10,5. Die
Wassertemperaturen liegen häufig um 40 Grad Celsius.
Etwa 20 km südlich des Sees befindet sich der Ol Doinyo Lengai. Dies ist der einzige Vulkan
der Erde mit niedrigschmelzender Lava, welche in großen Mengen im See gelöst ist. Er gilt
als der heilige Berg der Massai.
Möglichkeiten Die Möglichkeiten am Lake Natron sind vielfältig. Walking Safaris zu den Flamingos
gehören zum Muss, ebenso empfehlenswert sind leichte Tageswanderungen am Lake Natron oder Crater Highlands Trekking. Unweit vom See liegt der Ol Doinyo Lengai.
Besteigt man den kegelförmigen Berg hat man von 2.960 m Höhe eine grandiose Aussicht.
Zudem werden Kulturtourismus zu den Massai und Exkursionen zu Wasserfällen
angeboten. Ein Sunset Picknick oder Busch-Dinner am Lake Natron ist ein besonderes
Erlebnis.
Den Lake Natron besucht man für gewöhnlich nach dem Lake Manyara auf dem Weg in die
Serengeti oder auf der Rückfahrt nach Arusha.

Beste Reisezeit Zum Lake Natron reist man am besten in den Trockenmonaten von Juli bis Oktober. In
dieser Zeit leben und brüten für gewöhnlich auch bis zu zwei Millionen Zwergflamingos am
See.





Ruaha Nationalpark Der Ruaha Nationalpark ist heute der größte Nationalpark in Tansania. Der Park ist für
seine wilde, eindrucksvolle Landschaft berühmt und bietet zudem hervorragende
Möglichkeiten für Tierbeobachtungen.
Geschichte 1951 wurde das im Nordwesten anschließende Rungwa-Wildreservat auf das heutige
Gebiet des Parks ausgedehnt. Die angestammte Bevölkerung musste in der Folge das neue
Schutzgebiet verlassen. 1964 wurde der heutige Park vom Rungwa-Wildreservat getrennt
und erhielt den Status eines Nationalparks. 2008 wurde die Fläche erweitert, was aus dem
Ruaha-Nationalpark mit einer Größe von 20.226 km² zum größten Nationalpark Tansanias
und des gesamten östlichen Afrikas macht.
Namensgeber für den Nationalpark war der Fluss Ruaha, der den Park südöstlich begrenzt.
Lage Der Ruaha-Nationalpark liegt in Zentraltansania und 128 km westlich von Iringa. Er ist Teil
des ausgedehnten Ökosystems, zu dem unter anderem auch das Rungwa- und Usangu-
Wildreservat gehören.
Tierwelt Im Park leben ca. 12.000 Elefanten, Löwenrudel, Kudus, Wildhunde, Strauße, Geparden und
verschiedene Antilopen. Giraffen, Zebras, Gnus und Hyänen sind zu beobachten, Leoparden
sieht man sehr selten. Auch Krokodile, Flusspferde und Büffelherden sind im Ruaha
Nationalpark beheimatet. Außerdem ist das Schutzgebiet ein Paradies für Ornithologen. 450 Vogelarten wurden bereits registriert, darunter Nashornvögel, Eisvögel und
Nektarvögel. Von November bis April sind die Zugvögel aus Europa und Nordafrika
anwesend. Im gesamten Nationalpark kommt die Tsetsefliege vor.

Im Ruaha Nationalpark werden Pirschfahrten und Vogel-Safaris angeboten. Auch
Tageswanderungen, Safaris zu Fuß und Buschdinner sind möglich.
Außerhalb des Parks kann man Massai-Dörfer besuchen. Nur 120 km entfernt, nahe Iringa,
liegen die „Steinzeitruinen von Isimila“, eine der bedeutendsten historischen Plätze Afrikas.
Einen Besuch des Ruaha Nationalpark kombiniert man typischerweise mit dem Selous
Game Reserve und dem Katavi National Park.

Beste Reisezeit Die beste Reisezeit in den Ruaha Nationalpark sind die Trockenmonate Juni bis Oktober.
Durch die Hochlandlage ist das Klima generell angenehme trocken und weniger schwül. In
den heißeren Monaten von Dezember bis März ist die Tsetsefliege in vielen Teilen der
Parks sehr aktiv. Achten Sie dann besonders auf einen Insektenschutz.




Serengeti Great
Migration Die „Great Migration“ – zu deutsch die „große Tierwanderung“ – ist ein einzigartiges
Naturschauspiel in Tansania und Kenia. Bei der jährlich stattfindenden Serengeti-Mara-
Migration ziehen Hunderttausende Tiere auf der Suche nach Wasser und Gras durch die
Serengeti. Die gesamte Migrationsschleife umfasst ein Gebiet von fast 26.000
Quadratkilometern.
Zeitlicher Ablauf Anderthalb Millionen Gnus werden auf ihrer Reise von Hunderttausenden Thomson
Gazellen, Zebras und anderen Huftieren begleitet. Die Great Migration findet jedes Jahr aufs
Neue statt. Beginn, zeitlicher Ablauf und Route können jedoch stark variieren.
Normalerweise ziehen die Tiere im Juli von Süden der Serengeti weg in Richtung Kenia.
Dort kommen sie im August nach rund 800 zurückgelegten Kilometern an. Später im Jahr
geht es wieder in den Süden zurück. Die Hochsaison für Safarireisen in Tansania liegt
deshalb in den Monaten Juli und August.
Grasfresser und Raubtiere Dank der großen Wanderung können Touristen nicht nur etwa 3 Millionen Grasfresser auf
ihrem Weg beobachten. Auch große Raubtiere folgen ihrer Futterquelle. Während der
Wanderung sind zu Land Löwen, Geparden und Hyänen hinter den Huftieren her. Das
spektakulärste Hindernis ist die Durchquerung des Mara Rivers, in dem riesige und
gefährliche Reptilien nur auf die Ankunft der Grasfresser warten.
Ökosystem Die Great Migration hat eine nachhaltige positive Wirkung auf das Ökosystem der Region.
Die Grashalme bleiben jung, gesund und einfach verdaubar. Die Erde bleibt dank der
trampelnden Hufe weich. Und die Ausscheidungen der Tiere sind eine wichtige
Nährstoffgrundlage für die Erde. Deshalb haben Gebiete, durch welche die Wanderung
führt, mehr Pflanzenwuchs.


The Big Five The Big Five – auf deutsch „Die Großen Fünf“ – bestehen aus den 5 großen afrikanischen
Säugetieren Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Diese Bezeichnung bekamen
sie von Großwildjägern aufgrund der Schwierigkeiten und Gefahren bei der Jagd auf sie.
The Big Five sind heute in Tansania, Namibia, Botswana, Kenia, Mosambik, Simbabwe,
Südafrika, Swasiland und Uganda beheimatet. In Tansania trifft man in den Nationalparks
Serengeti und Ngorongoro auf alle 5 Vertreter.

Elefant Der Afrikanische Elefant, oder auch Afrikanischer Steppenelefant, ist das größte
gegenwärtig lebende Landsäugetier. Ein Afrikanischer Elefantenbulle wird durchschnittlich
3,20 m hoch und 5 Tonnen schwer. Kühe sind kleiner und leichter als Bullen. In der Regel
besitzen beide Geschlechter Stoßzähne. Beim Männchen können diese bis zu 3 m lang und
100 kg schwer werden. Der deutlichste äußere Unterschied zwischen Afrikanische und
Indischen Elefanten sind die Ohren. Bei Afrikanischen Elefanten sind diese mit einer Länge von bis zu 2 m deutlich größer. Da Elefanten nicht schwitzen können, brauchen sie große
und gut durchblutete Ohren, mit denen sie überschüssige Wärme abgeben können.

Nashorn Zu den Nashörnern bei den Big Five zählen das Spitzmaulnashorn und das
Breitmaulnashorn. Nashörner, oder auch Rhinozerosse, gehören zu den Unpaarhufern.
Heute gibt es noch fünf lebenden Arten. Sie haben einen kräftigen Körper, kurze
Gliedmaßen, drei Zehen und einen großen Kopf mit einem oder zwei Hörnern. Das
Breitmaulnashorn, manchmal auch Weißes Nashorn genannt, ist die größte rezente
Nashornart. Das Spitzmaulnashorn, oder auch Schwarzes Nashorn, ist aggressiver und war
früher häufiger als das Breitmaulnashorn vertreten. Heute gilt es als vom Aussterben
bedrohte Tierart.
Büffel Der Afrikanische Büffel ist eine über weite Teile Afrikas verbreitete Gattung der Rinder. Es
gibt vier Arten der Gattung, die bekannteste ist der Kaffernbüffel. Ausgewachsene Bullen
des Kaffernbüffels können eine Schulterlänge von 1,5 m und ein Gewicht von 1.000 kg
erreichen. Fühlen sich die Herdentiere bedroht können sie sehr aggressiv werden. In der
Vergangenheit sind mehr Menschen durch Büffel zu Tode gekommen als durch Raubtiere.
Auf Fotosafaris trifft man in der Regel jedoch auf ruhige Büffel.
Löwe Der Löwe ist nach dem Tiger die zweitgrößte Katze und somit das größte Landraubtier
Afrikas. Ein Männchen hat einen Kopfumfang von 170 – 250 cm, eine Schulterhöhe von bis
zu 123 cm und eine Schwanzlänge von rund einem Meter. Ausgewachsene männliche
Exemplare wiegen durchschnittlich 190 kg. Als einzige Großkatze der Welt lebt der Löwe in
großen Rudeln. Ein Rudel besteht aus untereinander verwandten Weibchen und deren
Nachkommen sowie aus einigen ausgewachsenen Männchen.